Krankheiten & Behörden

Content-Hinweis: Es geht um Krankheit, Autismus-Verdacht, Behördenverfahren und den Kampf um Anerkennung. Lies achtsam.


Ein Leben mit unsichtbaren Grenzen

Schon früh war klar: Die Belastungen meiner Kindheit haben Spuren hinterlassen. Heute lebe ich mit psychosomatischer Erschöpfung, Verdacht auf ME/CFS, depressiven Episoden, Konzentrationsstörungen, Schlafproblemen und anhaltenden Schmerzen. Ärztliche Einschätzungen bescheinigten mir bereits in jungen Jahren schwierige Startbedingungen – und dass ein „normales“ Leben ohne Einschränkungen nicht einfach erreichbar sein würde.

Diagnosen, Verdachtsmomente & Therapie

  • Psychosomatische Belastung: Erschöpfung, Anpassungsstörung; Klinikaufenthalte, ambulante Therapien.
  • ME/CFS (Verdacht): Belastungsintoleranz, Crashs, Reizempfindlichkeit, Nervenirritationen.
  • Schlaf & Atmung: anhaltende Schlafstörungen, Verdacht auf Schlafapnoe.
  • Neurologie & Logopädie: MRTs, kognitive/konzentrative Defizite; Stimm- und Sprechtherapie.
  • Autismus (Verdacht): seit Jahren Hinweise (Überlastung bei Reizflut, Monotropie, Bedürfnis nach Routinen, Masking). Der Weg zur fachlichen Abklärung und Anerkennung ist noch immer ein Kampf.

Ärzte, Gutachten & Ämter

Mit den Krankheiten kamen die Akten. Atteste, Diagnosen, Epikrisen – und immer wieder Gutachten, die festlegen sollten, was ich „noch kann“. Vieles bedeutete: Anträge stellen, warten, begründen, Widerspruch einlegen. Gerade beim Autismus-Verdacht zog und zieht sich die Klärung: lange Wartezeiten, fehlende Stellen, wechselnde Zuständigkeiten – und die Aufgabe, Innensicht und Alltagseinschränkungen immer wieder neu zu erklären.

„Ich kämpfe nicht nur gegen Symptome – sondern auch gegen Formulare, Fristen und Zweifel.“

Chronologie (Auswahl)

Frühe Jahre

  • 1993–1995: Früh auffällig; ärztliche Hinweise auf stark belastende Verhältnisse; logopädische & entwicklungsbezogene Förderbedarfe.
  • ab 1993: Heime/Einrichtungen – Schutz mit Schattenseiten, wechselnde Bezugspersonen.

Jugend & junge Erwachsenzeit

  • 2000er: wiederkehrende psychische/psychosomatische Beschwerden; Behördenkontakte (Jugendamt, Jobcenter).
  • ab 2010er: Episoden ausgeprägter Erschöpfung, depressive Phasen; erste Verdachtsmomente auf Autismus (Reizüberflutung, soziale/kommunikative Überlastungen).

Zuletzt

  • Klinik/Diagnostik: psychosomatische Behandlung; MRTs; Beginn/Phasen von Logopädie; Abklärung Schlafapnoe (Verdacht).
  • Autismus-Abklärung: Termin-Suche, Anamnesen, Fragebögen, Wartezeiten; wiederholte Nachweise gegenüber Ämtern nötig.
  • Behörden: Anträge, Teilhabe-/Reha-Maßnahmen, Rentenversicherungsauskunft; Widersprüche bei falscher Einstufung.

Hinweis: Eine vollständige medizinische und behördliche Dokumentation (Atteste, Epikrisen, Bescheide, Widersprüche) findet sich in meiner Biografie bzw. kann auf Anfrage redaktionell bereitgestellt werden.

Was bleibt

Der Weg war lange, manchmal entmutigend. Aber ich habe nicht aufgehört, für Klarheit zu kämpfen – medizinisch, diagnostisch und gegenüber Behörden. Meine Texte und meine Musik sind der Gegenpol zu Akten: Sie zeigen die Innenperspektive, die in Formularen unsichtbar bleibt.


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