Falscher Weg

Gedicht vom 13.05.2020

Geschrieben nach der Trennung – ein ehrlicher Blick auf Selbstzerstörung, Schuld und verlorene Liebe.

Ich denke zurück und merke, was mir fehlte.
Doch leider war Alkohol der Weg, den ich wählte.
Den Schmerz betäuben war das, was für mich zählte.

Wir saßen zwar im selben Raum,
doch Nähe schien für mich wie ein Traum.
Heute denke ich, wäre es anders gelaufen,
dann wären wir glücklich, doch ich wollte saufen.

Ich habe gehofft, dass du mich noch lieben kannst.
Doch macht mir das Ungewisse immer mehr Angst.
Es war nicht nur ein Augenblick,
der uns die Liebe nahm.

Durch viel Stress war bei uns seit Monaten alles festgefahren.
Wir stritten immer wieder, obwohl wir reden wollten.
Doch den Streitereien mussten wir mit unserer Liebe zolten.

Mir hing ein Strick um die Kehle.
Jeder Versuch, um Hilfe zu bitten,
zerstörte einen Teil meiner Seele.

Was ist bloß passiert?
Ich erkenne uns nicht wieder.
Wenn wir ehrlich sind, weißt du,
dass wir das nicht verdient haben.

Der Verlust würde kommen, das wusste ich,
denn meine Seele ist müde.
Trotzdem liebe ich dich.

Vielleicht wollte ich sogar wieder sterben,
doch stattdessen klebe ich die Scherben.
Nichts auf der Welt entschuldigt meine Worte,
denn diese Worte fühlen sich an wie Morde.