Content-Hinweis: Es werden Themen wie Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch angesprochen (ohne Details). Bitte achtsam lesen.
Ein Anfang ohne Halt
Meine ersten Lebensjahre waren geprägt von Verlust und Schmerz. Gleich zu Beginn verlor ich meine kleine Schwester – ein Abschied, der in unserer Familie kaum Raum fand, in mir aber eine tiefe Spur hinterließ. Statt Geborgenheit erlebte ich Vernachlässigung, Missbrauch und Gewalt. Schon früh, ab 1993, hielten Ärztinnen und Ärzte fest, dass die Verhältnisse, in denen ich aufwuchs, mich zerbrechen würden. Meine Grundlage war beschädigt, bevor ich überhaupt die Chance hatte, richtig ins Leben zu starten.
Ärztliche Einschätzungen – früh, klar, belastend
Aus ärztlicher Sicht galt ich früh als stark belastet: auffällig im Verhalten, verunsichert, mit einem Umfeld, das mich eher schwächte als schützte. Diese Einschätzungen waren keine Etiketten, sondern Warnsignale – Hinweise darauf, dass ich Unterstützung gebraucht hätte, die in dieser Form kaum ankam.
Heime & System: Schutz mit Schattenseiten
Viele Jahre verbrachte ich in unterschiedlichen Heimen. Das Versprechen: Schutz. Die Realität: oft wechselnde Bezugspersonen, harte Routinen und wenig Konstanz. Ich bin in einem System groß geworden, das mehr Lücken kannte als Halt. Es gab Menschen, die sich bemühten – und dennoch fiel ich zu oft durch Raster, die genau mich hätten auffangen sollen.
Schule & Folgen
Die Schule wurde zum Spiegel meiner Umstände: Phasen der Überforderung, Unterbrechungen, Neuanfänge. Es fehlte nicht an Willen, sondern an Ruhe, Vertrauen und verlässlichem Rahmen. Vieles lernte ich später – auf härtere Weise, im Leben selbst.
Was bleibt – und was trägt
Ich habe mich durchgekämpft. Nicht ohne Narben, nicht ohne Brüche – aber mit dem Willen, aus all dem Dunkel heraus etwas Eigenes zu schaffen. Meine Kindheit war nicht der Anfang, den sich ein Mensch wünscht. Aber sie wurde der Ursprung dessen, was mich antreibt: nicht länger nur zu überleben, sondern endlich zu leben.
„Ich fiel durch ein System, das mehr Lücken als Halt kannte – und stand trotzdem wieder auf.“
Worum es hier geht (kurz)
- Verlust & Trauer: Tod meiner Schwester – ein tabuisiertes Loch im Alltag, ein offener Punkt in mir.
- Frühe Diagnostik: Ärztliche Warnsignale ab 1993 – die Basis war beschädigt.
- Heimerfahrungen: Schutz mit Schattenseiten, zu wenig Konstanz, zu viele Brüche.
- Schule & Entwicklung: Störungen, Unterbrechungen, verspätetes Ankommen.
- Ressourcen: Hartnäckigkeit, Sprache, Musik – mein eigener Weg zurück ins Leben.
Brücken zu meinen Projekten
Das, was ich erlebt habe, findet heute einen Weg nach draußen: in meine Texte, meine Musik und meine Biografie. Nicht, um zu schockieren – sondern um zu verstehen, zu ordnen und zu heilen.
Wenn du mit ähnlichen Themen zu tun hast oder zu dieser Seite Feedback geben möchtest, kannst du mir schreiben. Ich lese jede Nachricht – achtsam und respektvoll.
