Schulischer, künstlerischer und beruflicher Werdegang

Mein Lebensweg war alles andere als geradlinig. Schon früh wurde deutlich, dass ich nicht die gleichen Chancen hatte wie viele andere. Fehlende Stabilität im Elternhaus, zahlreiche Heimaufenthalte und gesundheitliche Belastungen haben meine schulische Laufbahn geprägt. Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen habe ich nie aufgehört zu kämpfen und nach Möglichkeiten gesucht, mich weiterzuentwickeln.

Schule und Ausbildung

Nach einer unruhigen Grundschulzeit und mehreren Schulwechseln war mein schulischer Weg stark von Unterbrechungen geprägt. Immer wieder standen persönliche Krisen und Heimerfahrungen im Vordergrund, sodass ich vieles nachholen musste. Dennoch konnte ich einzelne Phasen nutzen, um schulisch Fuß zu fassen. Unterlagen wie die Zeugnisse des Berufskollegs BBBK in Duisburg dokumentieren, dass ich trotz schwerer Rahmenbedingungen Leistungen erbrachte.

Auch wenn mir der „klassische Abschlussweg“ verwehrt blieb, habe ich nie aufgegeben: jede Maßnahme, jede schulische Chance habe ich als Möglichkeit gesehen, mein Wissen zu erweitern und einen Schritt weiterzukommen.

Künstlerischer Weg

Parallel zu den schulischen und beruflichen Versuchen entwickelte sich meine wahre Leidenschaft: die Musik. Unter meinem Künstlernamen DonMeliodas habe ich begonnen, meine Erlebnisse, meine Trauer, aber auch meine Hoffnung in Songs zu verwandeln. Für mich war und ist Musik kein Hobby, sondern ein Ventil – eine Möglichkeit, Dinge auszusprechen, die in keinem Zeugnis und in keiner Akte Platz finden.

Ich schreibe Texte über den Verlust meiner Schwester, über Gewalt, Einsamkeit und über die Menschen, die mir Kraft geben. Meine Songs sind ehrlich, roh und oft schmerzhaft – aber genau dadurch finden sie Gehör. Sie sind zu einem wichtigen Teil meiner Identität geworden.

Berufliche Versuche und Kämpfe

Beruflich war mein Weg ebenso brüchig wie mein schulischer. Rentenverläufe und Unterlagen zeigen zahlreiche Zeiten von Arbeitslosigkeit, Maßnahmen oder kurzen Beschäftigungen. Immer wieder haben gesundheitliche Krisen, Klinikaufenthalte und Behördenkämpfe meine Wege unterbrochen. Dennoch habe ich es geschafft, mich in verschiedenen Bereichen auszuprobieren – von berufsvorbereitenden Maßnahmen bis hin zu eigenständigen Projekten.

Heute kämpfe ich weiter darum, mir eine Existenz aufzubauen, die zu meiner Situation passt. Nicht aufzugeben, trotz der vielen Rückschläge, ist zu meiner größten Stärke geworden.

Mein Fazit

Ob in Schule, Beruf oder Kunst – ich habe immer wieder versucht, meinen Platz zu finden. Auch wenn ich dabei oft gescheitert bin, habe ich nie aufgehört zu lernen und an mir zu arbeiten. Meine Geschichte zeigt: Man kann durch das System fallen – und trotzdem Wege finden, sich neu aufzubauen.

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